Futternapf Katze & Frettchen - LeckerDog.de

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Futternapf


Die Katze – das unbekannte Wesen?
Das Frettchen – das unbekannte Wesen?

Katzen und Frettchen sind sich sehr ähnlich. In der freien Natur ist das Beuteschema beider Spezies nahezu identisch, deswegen ist auch der Nährstoffbedarf fast gleich (und wird nicht gesondert aufgelistet).
     


Katzen und Frettchen gehören zur Ordnung der Karnivoren!
Sie sind echte Fleischfresser!


Sie sind nicht nur süße kuschlige Haustiere, sondern in erster Linie Raubtiere. Sie ernähren sich in freier Wildbahn vorwiegend von kleinen Tieren, wie z.B. Mäusen, Ratten, Eichhörnchen, Kaninchen, Fisch, Vögeln und Insekten. Die Beute wird komplett roh verspeist und versorgt die Katze mit allen Nährstoffen (auch mit lebenswichtiger Flüssigkeit) die sie für ein langes und gesundes Leben benötigt. Gesunde Katzenernährung bedeutet daher auch immer, sie ihrer Natur entsprechend zu ernähren. Alle inneren Organe der Katze und der für einen Fleischfresser typische kurze Darm sind auf die Ernährung abgestimmt, weshalb eine gesunde Katzenernährung nur möglich ist, wenn das Futter ähnlich dieser natürlichen Ernährung aufgebaut ist

Im Gegensatz zu anderen Haustieren haben Katzen einen ungewöhnlich hohen Bedarf an hochverdaulichem tierischem Eiweiß und verdauen Fleisch und fettreiche Kost (Fette und Öle) besonders gut.


Ihre Fähigkeit Stärke (Reis, Mais, Kartoffeln) zu verdauen ist jedoch begrenzt.
Deshalb sollten Katzen möglichst nur durch Erhitzung aufgeschlossene Stärke in
begrenzter Menge erhalten.

LEIDER sind viele angebotene Katzenfutter auf den Grundstoff Getreide aufgebaut.



Katzen benötigen in ihrer Nahrung auch unbedingt Taurin (essentielle Aminosäure), Arginin (Aminosäure), Arachidonsäure (essentielle Fettsäure), Vitamin A und Niacin (ein Vitamin der B-Gruppe). Diese Details weisen daraufhin, dass es absolut davon abzuraten  ist, die Katze mit Hundefutter zu ernähren. Hundefutter ist oft zu protein- und fettarm und enthält zu viel Stärke für die Katze. Zudem ist im Hundefutter nicht das lebensnotwendige Taurin enthalten

In der Regel nehmen Katzen ihre Nahrung in kleinen Portionen auf. Neigt Ihre Katze jedoch dazu die gesamte Tagesration auf einmal zu verschlingen, sollten sie ihr über den Tag verteilt kleinere Portionen anbieten. Andererseits kann die Katze auch tagelang fasten, wenn ihr die Nahrung nicht schmeckt. Längeres Fasten (über mehrere Wochen) führt zu ernsthaften Gesundheitsschäden. Daher muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Katze regelmäßig und gut frisst.

Im Gegensatz zu der Meinung vieler Katzenhalter braucht die Katze nicht viel Abwechslung in ihrer Ernährung; vorausgesetzt, ihre Nahrung enthält alle für die Katze erforderlichen Nährstoffe in den richtigen Mengen. Zwar ist die Katze auch neugierig, wenn sie etwas Neues serviert bekommt. Sie lässt es aber auch schnell stehen, wenn es ihr nicht gefällt ;-)

Foto (c) Clipdealer


Doch womit  füttere ich meine Katze / mein Frettchen  ?



Eine Maus-Mahlzeit wäre am besten. Sie enthält mindestens 85-90% Frischfleisch sowie Fett, Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und einige pflanzlichen Anteile, die als verdaute Nahrung im Magen des Beutetieres zu finden sind.


Eiweiß

Eine angemessene Eiweißversorgung ist für die Gesunderhaltung der Katze essenziell. Der Erhaltungsbedarf an Eiweiß wird für Katzen mit etwa täglich 4 bis 4,8 g pro kg Körpergewicht angegeben. Der Mindestbedarf liegt bei etwa 2,4 g pro kg Körpergewicht täglich. Ein Eiweißmangel führt zum Abbau von Muskelgewebe und Auszehrung der Katze. Der Mindestbedarf sollte daher über allenfalls ein paar Tage hinaus nicht unterschritten werden, auch nicht aus diätetischen Gründen.

Proteine sind die wichtigsten Grundbausteine allen Lebens und für das Wachstum jeder Körperzelle und der Muskulatur lebenswichtig. Haare, Haut und Muskeln bestehen fast nur aus Eiweiß. Proteine selbst bestehen wiederum aus Bausteinen, den Aminosäuren. Katzen benötigen 10 essentielle (lebensnotwendige) Aminosäuren, die nur in tierischen Bestandteilen vollständig enthalten sind. Katzen sind deshalb auf die tägliche Zufuhr tierischer Proteine angewiesen.

Auf der anderen Seite kann eine Katze mit Protein nicht überfüttert werden, und – anders als ein Zuviel an Fett oder Kohlenhydraten – macht zu viel Protein nicht dick. Es wird stattdessen ausgeschieden. Hoch verdaulich für die Katze ist tierisches Protein. Die Verdaulichkeit steigt mit der Qualität des Fleisches und nimmt ab, je durchwachsener das Fleisch ist (durchzogen von Bindegewebe, Sehnen, Knorpel- diese liefern aufgrund ihres unvollständigen Aminosäuremusters nur unzureichend Proteine).  Das hat zur Folge, dass unverdaute Nährstoffe ausgeschieden werden und dem Organismus als Lebensbaustein nicht zur Verfügung stehen. Es entstehen vermehrt schädliche Abbauprodukte, die Nieren und      Leber stark belasten können.

Die Besonderheit bei Katzen ist nicht nur der hohe Bedarf an Proteinen, sondern die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu uns Menschen nicht in der Lage sind, eine zeitweise Verringerung des Eiweißangebotes auszugleichen. Sie sind also stets auf die Zufuhr von Eiweiß angewiesen.



Fett

Die Katze gilt als fettliebender Karnivore. Sie kann Fett gut verwerten, und sie toleriert auch viel davon.  Anders als beim Menschen erfordern bei der Katze Krankheiten sehr viel seltener eine Fettreduktion, es zeigen aber manche Katzen individuelle Unverträglichkeiten auf zu viel Fett. Bei anderen Katzen erweisen Fettzugaben sich als hilfreich für die Verdauung und die Ausscheidung von abgeschluckten Haaren.  

Fett ist notwendig, um die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine sicherzustellen. Wird Fett vorenthalten, so kann dieses zu bedrohlichen Zuständen führen. Katzen sollten nicht mit fettarmer Kost ernährt werden, außer es liegt eine Erkrankung vor, die nach fettarmer Nahrung verlangt.

Foto (c) Clipdealer

Aber achten Sie trotzdem auf das Gewicht Ihrer Katze

– denn zu viel Fett macht auch eine Katze fett!



Kohlenhydrate

Da die Katze auf Kohlenhydrate aber nicht angewiesen ist, gibt es hierfür auch keine Bedarfswerte. Empfehlungen lauten z.B. dem Futter bis zu 2 % pflanzliche Komponenten beizufügen oder bis zu maximal 5 g pro kg Körpergewicht. Das klingt nicht nach viel, würde aber bedeuten, dass Kohlenhydrate bis zu rund 50 % der Trockensubstanz ausmachen können. Vielen kommerziellen Katzenfuttern werden reichlich Kohlenhydrate in Form von Getreide zugesetzt.

Gekochte Kartoffeln können eine gute Ergänzung im Katzenfutter sein, um den Energie-, Protein- und Fettgehalt auszubalancieren und gleichzeitig einzelne im Fleisch rare Nährstoffe zuzuführen. Rohe Kartoffelstärke liefert hingegen keine Nährstoffe, kann aber als "Füllmaterial" bzw. Rohfaserersatz hilfreich sein bei der Regulierung der Verdauung oder auch, um ein Sättigungsgefühl zu erzeugen z.B. bei Diätfuttern


Rohfasern

Rohfasern liefern der Katze keine oder kaum Nährstoffe, sind aber wichtig, um die Verdauung in Gang zu halten. Den Literaturangaben folgend liegt der Rohfasergehalt im "normalen Katzenfutter" unter 5 % der Trockensubstanz. Rohfasern verringern die Verdaulichkeit des Futters und zwar (laut "Katzen Krankheiten" [Kraft, Dürr, Harmann (Hrsg.]) um 0,88 % pro Gramm Rohfasern in der Trockensubstanz. Laut "Klinische Diätetik für Kleintiere" (Hand, Thatcher, Remillard, Roudebush) verringern Rohfasern die Aktivität der Pankreasenzyme, sie erhöhen die fäkale Ausscheidung von Gallensäuren und Fett, sie führen zu einer langsameren (aber nicht verringerten) Absorption von Kohlenhydraten und Fett, und sie verringern die Verwertbarkeit von Mineralien. Leider geben die Autoren nicht an, in welchem Maß die Verwertbarkeit von Mineralien herabgesetzt wird. Aufgrund dieser Wirkungen können Rohfasern zu verschiedenen diätetischen Zwecken hilfreich eingesetzt werden, v.a. zur Gewichtsreduktion.

Wenn Sie den Rohfasergehalt in Ihrem Futter erhöhen, empfehle ich Ihnen, das schrittweise zu tun, damit der Verdauungsapparat sich daran gewöhnen kann. Achten Sie auf Symptome wie erschwerten Stuhlgang (oft auch eine Folge von Blähungen, die sich bei der Katze nicht unbedingt geräuschvoll und geruchsintensiv äußern und daher oft unbemerkt bleiben), aufgetriebenen Leib, erhöhte Magensäuresekretion (Aufstoßen, vermehrtes Schlucken). Wenn solche Symptome auftreten und länger bestehen bleiben (als Zeitfenster zur Gewöhnung würde ich hier ca. zwei Wochen ansetzen), dann ändern Sie Ihre Ballaststoffmischung.


Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige organische Verbindungen. Sie bieten darüber hinaus für die Zellen einen Schutz vor Giftstoffen und Infektionen und dienen der Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen. Auch für ein gutes Immunsystem spielen sie eine wichtige Rolle. Eine Unterversorgung führt zu Mangelerscheinungen, aber auch die Überversorgung einzelner Vitamine kann zu körperlichen Problemen und Krankheiten führen.


Taurin

Taurin ist die Bezeichnung für eine essentielle Beta-Aminosulfonsäure. Bei Katzen und Frettchen ist die Eigensynthese zu gering, um ihren Bedarf  über  das Futter zu decken.  Katzen und Frettchchen sind die einzigen Tiere, bei denen ein Taurinmangel auftritt. Der Bedarf an Taurin ist ungewöhnlich hoch und hochgradig wichtig  für den gesamten Stoffwechsel. Taurin ist auf vielfältige Weise an gesunderhaltenden Vorgängen beteiligt. Die Maus ist übrigens das Beutetier mit dem höchsten Tauringehalt. Taurinmangel führt zur Erblindung und Herzkrankheiten und steht unter Verdacht Diabetes zu begünstigen und an verschiedensten gesundheitlichen Störungen beteiligt zu sein.


Somit ist Taurin für diese beiden Tierarten ein essentieller Nährstoff,
der über das Futter zugeführt werden muss!









 
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