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Futternapf


Der Hund – das unbekannte Wesen?




Der Hund ist ein Beutetier und Allesfresser (Omnicarnivore). Der Hund ist trotz Domestizierung ein Raubtier geblieben, welches sich vorwiegend von Fleisch ernährt. Gebiss und Aufbau des Verdauungssystems unterscheidet ihn deutlich von einem Pflanzenfresser (Herbivore).

In erster Linie ist das Verdauungssystem unseres Hundes auf Fleisch ausgelegt, aber er kann durchaus auch pflanzliche Nahrung verwerten! Der Wolf, sowie der wildlebende Hund ernährt sich neben Beutetieren, gelegentlich von Gräsern, Blätter, Wurzeln, Beeren und Obst. Auch vor Aas macht solch ein Tier nicht halt, vor Fäulnis oder Bakterien braucht sich seine Magensäure (ph-Wert <1 / im Vergleich der Mensch ph-Wert 5) nicht fürchten. Somit braucht man z.B. bei der Rohfütterung auch keine Angst vor einer Salmonelleninfektion o.ä. beim Hund zu haben, da es derzeit noch kein entdecktes Bakterium gibt, das einen pH-Wert < 3 überlebt hat!


Doch was genau benötigt mein Hund?





Das wichtigste Nahrungsmittel für den Hund ist und bleibt
FLEISCH !



Eiweiß (Proteine)

Bei Eiweiß dürfen wir nun nicht an Eiklar denken, denn dies ist hier nicht gemeint. Vielmehr handelt es sich um den Nährstoff Eiweiß, auch Protein genannt, der als Baustoff des Körpers gilt.

In der Natur kommen viele verschiedene Arten von Proteinen vor, wir unterscheiden das Nahrungs-Protein nach seiner Herkunft in tierisches und pflanzliches Eiweiß. Beide Arten sind aus sogenannten Aminosäuren aufgebaut, insg. sind bis dato 22 verschiedene Aminosäuren (beim Menschen) bekannt. Wichtig sind die essentiellen Aminosäuren, denn diese sind für den Lebenserhalt notwendig und können vom Hund nicht selber aufgebaut werden.

Eiweiß zählt zur Bausubstanz der Zellen, egal ob Blut-, Muskel- oder Organzellen. Die körperlichen Zellen befinden sich in einem ständigen Auf- und Abbau, darum ist es wichtig, dass ausreichend Eiweiß durch die Nahrung zur Verfügung gestellt wird. Eiweiß wird dagegen nicht, wie oft angenommen, in erster Linie zur Energiegewinnung benötigt, sondern ist vielmehr sehr wichtig für die Erhaltung und den Aufbau der Körpersubstanz: zum Aufbau von Gewebe und Körperflüssigkeiten, wie Fell, Krallen, Haut und Organe. Führen wir nicht ausreichend Energie in Form von Fett und Kohlenhydraten zu, zieht der Körper leider das Eiweiß aus dem Aufbau ab und fehlt so dem Körper.


Hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß ist enthalten in:
Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Käse, Quark, Milch und Eiern

Weniger wertvolles Eiweiß ist enthalten in:
Knorpeln, Schwarten und Knochen

Pflanzliches Eiweiß ist enthalten in:
Getreide, Reis, Vollkornbrot, Sojamehl

Also können wir unseren Hund ja ruhigen Gewissens nur mit Fleisch füttern? Pustekuchen! Der Wolf z.B. frisst in der Wildnis auch das ganze Tier auf, also Haut, Knochen, Knorpel, Muskelfleisch, Fett, Sehnen und Innereien. Somit deckt er seinen Bedarf an Eiweiß, aber auch an Ballaststoffen, Vitaminen, Fettsäuren, Mineralstoffen. Auch fressen Wölfe in Notzeiten Beeren, Pflanzen und Gras, um rundum ihren Bedarf zu decken. Danach können wir uns auch richten, um zu einer ausgewogenen Mahlzeit für unseren Liebling zu kommen.


Fett

Fette sind für den Hund einer der wichtigsten Energielieferanten und versorgen ihn mit essentiellen Fettsäuren und damit mit Energie. Fett ist auch wichtig für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, daneben verbessert es oft den Geschmack und damit die Akzeptanz des Futters für unseren Hund. Fette liefern dem Hund mehr als doppelt soviel Energie wie Proteine und Kohlehydrate. Fette finden sich im Fett das dem Fleisch anhaftet, in Fisch, in pflanzlichen Ölen und Fischölen. Omega-3 und Omega-6 -Fettsäuren (diese kann der Hundeorganismus nicht selbst herstellen und ist deswegen auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen) sollten immer in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, da sie sich gegenseitig beeinflussen.

Füttert man den Hund roh, nimmt der Hund durch das Fleisch vermehrt Omega-6-Fettsäuren auf, daher ist es wichtig ihn dann mit Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zu versorgen. Diese finden sich vor allen Dingen in Lachs- und Dorschöl oder auch in Lebertran. Zu den pflanzlichen Ölen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, zählen Lein-, Raps-, Hanf- und Walnussöl. Hierbei sollte man darauf achten, dass es sich um kaltgepresste Öle handelt, da sonst durch die Erhitzung bei der Herstellung wertvolle Fettsäuren oxidieren und unbrauchbar werden.

Der Fettbedarf insgesamt liegt bei unserem Hund bei 5 - 20%, manchmal wird sogar noch mehr empfohlen, da streiten sich wohl die Gelehrten ;-). Wichtig ist auf alle Fälle, der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren muss ausgewogen sein. Die Mengenangaben liegen hier lt. Meyer/Zentek bei 0,3g Öl pro kg Körpergewicht.

In Zeiten von Wachstum, Laktation oder auch bei starker körperlicher Anstrengung ist auch der Fettbedarf des Hundes erhöht.


Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind qualitativ betrachtet der zweitwichtigste Energielieferant nach den Fetten. Alle zugeführten Kohlenhydrate werden nach Zerlegung im Darmtrakt, über die Pfortader, in die Leber transportiert und in der Leber verarbeitet oder wie z.B. Glukose bei Bedarf direkt in den Blutkreislauf abgegeben und somit an das Gewebe.

Bei uns Menschen beginnt eine Vorverdauung dieser Kohlenhydrate schon mit dem Zerkauen und Einspeicheln, bei unserem Hund dagegen setzt diese Verdauung erst richtig im Dünndarm ein. Selbst im Magen findet keine Zersetzung statt, es sei denn unser Hund ist krank, dann findet man schon mal eine Art Vergärung im Hundemagen.

Dies erklärt auch warum wir unserem Hund die kohlenhydrathaltigen Nahrungsbestandteile vor der Zufuhr aufbereiten bzw. zerkleinern müssen. Nur so kann unser Hund die darin enthaltenen Nähr- und Wirkstoffe überhaupt verwerten Geben wir unserem Hund mehr Kohlenhydrate als er verwerten kann, lagert der Hundeorganismus diese in Form von Glykogen in der Leber und den Muskeln ein, um es bei Bedarf freizugeben. Besteht das Überangebot dauerhaft, wandelt der Körper die Kohlenhydrate zu Fett um und speichert sie in Fettdepots. Dies erklärt warum ein zu viel an Kohlenhydraten auf Dauer unseren Hund dick macht, viele Fertigfuttersorten enthalten als Grundlage oft viel zu viel Getreide.

Kohlenhydrate finden wir in Getreide und Pflanzen. Diese müssen, wie oben schon angesprochen, vor dem Verabreichen zerkleinert werden, dies nennt sich "aufbereitet werden". Hierbei werden Getreide entweder gemahlen, zu Flocken verarbeitet, gekocht oder gebacken. Gemüse, Salat, Obst, Nüsse und Kräuter werden dazu breiartigt zerkleinert bei der Rohfütterung oder aber kurz angedünstet oder mit dem Kochwasser verabreicht. Hunde können, wie wir Menschen keine Zellulose selber spalten und somit die Nahrung nicht verwerten, wenn wir sie nicht genügend zerkleinern. Zellulose ist Bestandteil der Zellwände der Pflanzen und wird durch die Zerkleinerung zerstört und somit die Nährstoffe für den Hund verwertbar.


Mineralien

Mineralien sind anorganische Stoffe, die in der Ernährungslehre in Mengen- und Spurenelemente unterteilt werden. Sie sind lebensnotwendig und dienen zum einen zum Auf- und Umbau von Körpersubstanz und zum anderen um Lebensvorgänge zu steuern.

Die Unterteilung in Mengen- und Spurenelemente gibt uns Auskunft darüber, in welcher Konzentrationshöhe die Stoffe im Organismus vorliegen. Die Konzentration der Mengenelemente befindet sich meist im Grammbereich, dagegen sind die Spurenelemente meist unter 100 mg zu finden.

Zu den
Mengenelementen rechnet man:

- Calcium und Phosphor
- Magnesium
- Kalium
- Natrium und Chlor

Zu den
Spurenelementen rechnet man:

- Eisen
- Kupfer
- Zink
- Mangan und Kobalt
- Jod
- Selen
- weitere Spurenelemente


Der Begriff Elektrolyte sei hier noch kurz erklärt, weil er schon mal im Zusammenhang mit Mineralien auftaucht: hierunter versteht man Mineralien, die in Salzform vorliegen und somit in Körpergewebe und Körperflüssigkeiten zu finden sind.

Mineralien können sich gegenseitig beeinflussen: z.B. durch Überschuss des Einen, ein Anderes in einen Mangel bringen, da dessen Aufnahme gehemmt wird.

Mineralien müssen dem Hund über das Futter zugeführt werden, da er sie nicht selber herstellen kann.

Dazu muss man wissen in welcher Nahrung welches Mineral vorhanden ist. Denn auch in Fleisch sind z.B. Mineralien, die die Kuh beim Grasen aufgenommen hat und in ihren Organismus eingebaut hat. (mal grob gesagt...)

So, nun kommen diese Nahrungsbestandteile in den Magen- Darmbereich des Hundes und müssen dort zunächst aus ihren Verbindungen gelöst werden. Dies geschieht durch die Magensäure und durch organische Säuren bakteriellen Ursprungs. Daraus bilden sich dann Lösungen, die entweder basisch oder sauer sind und so für den Säure- und Basenhaushalt des Körpers wichtig sind.




Mineralien werden in Basen- und Säurebildner unterschieden:

Basenbildner sind z.B.: Eisen, Kalium, Kalk, Magnesium und Natrium
Säurebildner sind z.B.: Phosphor, Schwefel, Jod, Chlor, Fluor

Die jedem Hundebesitzer schon mal untergekommenen Mineralien Calcium und Phosphor sollte man in der Ernährung des Hundes zusammen sehen, da sie in ihrer Wirkung auf den Organismus eng aneinander gebunden sind und ein Ungleichgewicht zu krassen Folgen führen kann.


Vitamine

Vitamine sind im Gegensatz zu Mineralien organische Nährstoffe. Sie dienen dazu zahlreiche Stoffwechselvorgänge zu fördern, zu beschleunigen und zu steuern und sind somit unentbehrlich. Dies zeigt uns schon, dass sie auch einen wichtigen Faktor in der Ernährung haben, da sie den Organismus dabei unterstützen die Nahrung richtig auszunutzen.

Sie stärken die Schutzmechanismen des Hundes und sind wichtige Bestandteile vieler Koenzyme, gelten in vielen Fällen als Aktivator vieler im Körper ansonsten ruhender Enzyme. So weiss man z.B. beim Menschen, dass Vitamin B6 als Koenzym für über 100 bekannte Enzymsysteme genutzt wird. Ohne Vitamine erzeugt der Organismus zwar Energie, kann diese aber nicht richtig nutzen und steuern.

Der Hund kann Vitamine nicht in ausreichender Menge selber produzieren, daher müssen sie mit dem Futter zugeführt werden. Insbesondere die wasserlöslichen Vitamine müssen den Tagesbedarf ausgleichen, da sie nicht in ausreichender Menge gespeichert werden können und daher mit dem Harn ausgeschieden werden.

Der Vitaminbedarf unserer Hunde ist abhängig vom Alter, Krankheit und Faktoren wie Trächtigkeit und Laktation, wobei dieser Bedarf dann vom normalen Vitaminbedarf eines erwachsenen Hundes abweicht. Von einer zusätzlichen Vitaminzugabe zu Fertigfutter ist abzusehen, da man davon ausgeht, dass in guten Fertigfuttern die optimale Vitaminmenge enthalten sein sollte.

Versorgt man seinen Hund mit selbstgemachtem Futter, sollte natürlich eine abwechslungsreiche Kost genutzt werden, um die verschiedenen Vitamine in ausreichender Menge zuzuführen.


Wasser

Wasser ist für unseren Hund absolut lebenswichtig!

Ein Hund kann ohne Futter durchaus mehrere Wochen überleben, ohne Wasser hingegen schafft er nur wenige Tage. Wasser sollte unserem Hund immer zur freien Verfügung stehen, es sei denn er erbricht stark und anhaltend.

Bei unserem Hund sind 70% des Körpergewichts Wasser, 15% Verlust davon können schon zum Tode führen. Durch bestimmte Umstände, wie Hitze, Durchfall, erhöhte Körpertemperatur, Säugen oder Blutungen kann der Wasserbedarf stark ansteigen. Ein weiterer Faktor beim Wasserbedarf unseres Hundes ist das Futter. Nassfutter oder Rohfütterung führt dem Hund mit der Nahrung schon mehr Wasser zu, als Trockenfutter, dementsprechend ist der Wasserbedarf bei Trockenfutter höher.

Nach körperlichen Anstrengungen oder auch bei großer Hitze trinken unsere Hunde wesentlich mehr Wasser, um das Defizit das durch die höhere Verdunstung zustande kommt, auszugleichen. Hierdurch regeln sie ihren Wasserbedarf relativ problemlos, wenn sie den freien Zugang zu Wasser haben. Unser Hund verfügt nur über geringe Wasserreserven, die er im Bedarfsfall heranziehen kann, daher muss er die Möglichkeit haben, Wasser zu sich zunehmen, um nicht Wasser aus dem Gewebe heranziehen zu müssen. Geschieht dies doch, kann dies soweit gehen, dass das Blut regelrecht eindickt und damit der Blutkreislauf stockt, was zum Tode des Hundes führt. Also ganz wichtig, dass Leistungshunde zwischendurch unbedingt trinken sollten, dies belastet, im Gegensatz zur Futteraufnahme, den Organismus nicht.

Wasser hat folgende Funktionen im Körper:

- Temperaturregulierung
- Ersatz des Wasserverlustes durch Atmung
- Blutmenge konstant halten
- Nährstoffauflösung zur Aufnahme
- Milchproduktion bei der Hündin
- Speichelbildung
- Urinproduktion um Abfallstoffe aus dem Körper zu entfernen.

Wasser verlässt den Hundekörper über Urin und Kot, aber auch über die Atemluft, Haut und Schweißdrüsen. Bei Verletzungen auch durch das Bluten und bei Laktation auch über die Milch. Wichtig vielleicht noch zu wissen im Zusammenhang mit der Ernährung: je unverdaulicher, desto mehr Wasser wird mit ausgeschieden.








 
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